Oh je, was kommt denn jetzt? Das werden sicherlich einige von Euch nun denken.... Keine Angst, es wird keiner dieser "wir haben uns alle lieb" oder "alles wird gut im Leben" Post. Dennoch war mir heute Morgen nach dem Aufstehen danach, einfach mal etwas zu diesem Thema zu schreiben. Ich bin ja kein großer Blog Planer. Meist fällt mir abends vor dem einschlafen oder bei der Morgenmilch etwas ein, worüber ich schreiben könnte / möchte. Ja, und heute Morgen bin ich aufgewacht, mit einem ganz tollen Gefühl im Bauch. Kennt ihr das auch? Es gibt dieses mulmige Gefühl, ein Vorbote von unangenehmen Dingen. Oft weiß ich noch nicht was passiert, aber das Gefühl bereitet mich auf etwas vor (...und hat mich noch nie betrogen...). Und ebenso gibt es eben dieses Gefühl, dass einen wie ein junges Reh aus dem Bett springen lässt. Wenn man keine Öhrchen hätte, würde man im Kreis grinsen und könnte die ganze Welt umarmen. Man freut sich auf den Tag, ist geladen mit Energie und uneträglichem Tatendrang - nichts kann einen zerstören :) Quasi ein Superwoman-Feeling. Und genauso habe ich mich heute Morgen gefühlt, und das wollte ich mit Euch teilen.
Glücklich zu sein ist für mich persönlich absoluter Luxus. Es gibt so viele Menschen, die einfach unglücklich sind. Familiäre oder finanzielle Probleme sind oft die Ursache für dieses Unglück, oder aber auch einfach chronische Unzufriedenheit. Aber was macht einen überhaupt glücklich? Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber für mich gehören dazu weder teure Gold-Glitzer-Schickimicki-Klunker noch überteuerte Gucci-Chanel-Taschen-Bomber dazu. Was das Materielle angeht, so gebe ich mich gerne mit Kleinigkeiten zufrieden. Ich freue mich über einen neuen Stoff oder eine kleine Kuchenbackform in meinen Lieblingsfarben (...nach der ich eventuell schon eeeeewig gesucht habe...) Ganz ganz arg habe ich mich zum Beispiel über das Paket einer Freundin gefreut. Sie hat mir ganz viele amerikanische Leckereen geschickt!!! Das war sooo TOLL! Ansonsten habe ich alles, was ich zum glücklich sein brauche. Ich habe zwei tolle Jungs, habe den Luxus, zu Hause arbeiten zu können (...und zwar etwas, was mir sehr viel Spaß macht...), kann immer für meine Jungs da sein, wenn uns mal wieder die Virchen befallen haben und das Wichtigste: wir sind alle gesund! Das ist für mich Luxus! Denn aus Erfahrung weiß ich: Es kann ganz schnell ganz anders aussehen!
Wenn ich in die Vergangenheit schaue, dann habe ich immer Glück gehabt in meinem Leben. Das habe ich sicher in bestimmten Situationen ganz anders gesehen, aber heute kann ich sagen, dass auch die schlechten Momente für etwas gut waren. Jedoch sind alle meine Wünsche bislang erfüllt worden. Nach einem Aufenthalt von 4 Wochen in den USA 1992 war für mich klar, hier möchte ich einmal leben. Dieser Wunsch wurde erfüllt, denn ich durfte mit meiner Familie ganze vier Jahre in dem Land meiner Träume verbringen. Und ich weiß, ich werde wieder dahin zurückkehren. Dann wollte ich immer zurück nach Köln. Ich bin hier geboren, doch hatte es meine Familie und mich ins Hessenland verschlagen. Auch dieser Wunsch wurde erfüllt, nach dem Leben in der USA ging es Richtung Köln. Ich hatte mir immer einen Jungen (...oder zwei fast gleichaltrige...) und ein kleines Mädchen gewünscht. Auch dies wurde mir gegönnt. Ich kann es kaum erwarten, meinen kleinen Cupcake kennen zulernen. Die Erfüllung all dieser Wünsche sind mir "passiert"... Ich hatte wenig Einfluss darauf. Ich musste nur noch sagen: Ja, passt!. Versteht ihr, was ich meine? Glück ist nicht etwas, was man suchen und finden kann. Es ist einfach etwas, was passiert. Und ich bin mir sicher, je mehr man nach dem Glück sucht, umso weniger wird man es finden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass niemand (...also wirklich niemand...) für mein Glück verantwortlich ist. Niemand ist dazu verpflichtet, mich glücklich zu machen. Was ich damit meine ist ganz einfach: Ich muss so leben, wie es mich glücklich macht. Sicher, man muss hier und da Abstriche machen. Das ist ja nun wieder die Definition "Familienleben". Aber man muss ebenso schauen, dass diese Abstriche nicht Überhand nehmen. Man muss in der Lage sein, sich selber glücklich machen zu können. Und nun schließt sich der Kreis. Was einen glücklich macht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es wird immer Momente im Leben geben, in denen man kapitulieren möchte. Aber wenn es die nicht gäbe, könnte ich mich an den vielen schönen Momenten nicht erfreuen. Mein Glas des Lebens ist immer halbvoll :)
So, bevor es nun doch in einen "Tschacka" Post hinausläuft, mache ich Schluss und wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende!

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen